Stevens Comet Disc 2018 im Kurztest

Nachdem ich meinen Mountainbike/E-Mountainbike Testtag abgeschlossen hatte, ging es zu den Rennräder – das Stevens Comet Disc sollte das erste in der Testrunde sein.

Die 20 Kilometer lange Rundstrecke vom Liftparkplatz Kronplatz aus über Ehrenburg und zurück verlief über meist verkehrsarme Nebenstraßen oder die sehr gut ausgebauten Radwege. Die Steigungen waren meist sowohl in der Dauer als auch Neigung moderat, zwischendurch gab’s aber auch mal 15% Rampen.

Das getestete Stevens Comet Disc war mit der neuen Shimano Durace Di2 und zwei 160 mm Scheibenbremsen von Shimano ausgestattet, als Laufräder waren DT Swiss RC 38 Spline montiert. Carbon Sattelstütze von Ritchey und Carbon Sattel von Selle Italia rundeten das Bild ab. Dem online Konfigurator von Stevens nach dürfte das Bike knapp über 7000 Euro kosten – wirkliche Schwächen sollten hier also nicht zu erwarten sein.

Der erste Eindruck vom Comet Disc entspricht auch dem Preis, am ersten Hügel warm gefahren ging es gleich in eine längere Abfahrt – mit knapp über 70 Sachen den Berg runter. Das Rad fährt sich prima, auch wenn man die Hände vom Lenker nimmt fährt das Rad schön spurtreu in die gelenkte Richtung. Die Shimano Scheibenbremsen sind ein deutlicher Sicherheitsgewinn – zumindest so lange niemand hinter einem fährt… 😉

Leider gab’s auf der Teststrecke viel zu wenig scharfe Kurven, ich hätte mir ein paar Serpentinen gewünscht – in den vorhandenen Kurven gab’s aber keine Auffälligkeiten. Bergauf merkt man dem Stevens sein niedriges Gewicht an, schlimm eigentlich dass man jedes Kilo am Rad tatsächlich spürt.

Die Abfahrt nach Ehrenburg war mit miesem Asphalt und ca. alle 150 Meter eine Querrille gespickt. Trotz Carbon Flexlogic Sattelstütze kam hier jeder Schlag direkt am Hintern an, zu viel Komfort sollte man hier nicht erwarten. Eine Kleinigkeit ist mir beim Stevens negativ aufgefallen, bei jedem Bunny-Hop (bin kein Masochist – ich springe lieber über tiefe Querrillen…) versetzte es mir das Hinterrad um ein paar Zentimeter nach links!

Den Fehler würde ich jetzt als erstes beim Fahrer suchen, aber mit allen anderen von mir getesteten Rennrädern hatte ich das Problem nicht und bisher kannte ich das auch nicht – muss also irgendwie mit dem Rad zusammen hängen. Was das auslöst kann ich mir nicht wirklich erklären, würde mich aber interessieren ob das sonst noch wer kennt!

Das Comet Disc ist in Größe 58 für mich (186 cm groß) mit dem 110 mm Lenkervorbau zu lange, ich müsste mir wohl einen 80 mm Vorbau installieren.

Geändert hat sich 2018 beim Comet Disc vor allem der Rahmen – 906 g in Größe 58, nach unten geht da nicht mehr viel.

Etwas mehr als eine Stunde hätte ich schon gerne auf dem Bike verbracht, bis auf die Bunny-Hops hat’s aber richtig Spaß gemacht. Alles andere hätte mich bei einem 7000 Euro Bike aber schon etwas gewundert. Für die Tiroler Berge würde ich mir noch ein bergfreundliches Ritzelpaket mit 11-28 oder 11-30 gönnen, die 11-25 waren nur dank Kompaktkurbel erträglich!

Manfred

Leistungssport war noch nie so wirklich mein Ding! Sport muss mir in erster Linie Spaß machen und gut tun. Die Erfahrungen die ich in den letzten Jahren dabei gesammelt habe , möchte ich hier im Blog mit anderen teilen. Wandern, Radfahren, Langlaufen, Skifahren, Rodeln,... - leider hat der Tag nur 24 Stunden. :-)

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