Tourentip: Oberes Sudelfeld – Bergtraining vom Feinsten!

Tourentip: Oberes Sudelfeld – Bergtraining vom Feinsten!

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Streckenübersicht und Höhenprofil

Der größte Teil der von mir gestern befahrenen Strecke ist mir sehr gut bekannt, aber dieses Mal habe ich mich am Oberen Sudelfeld versucht (für mich eine Premiere) – ein Strecke die an der Walleralm beim Speichersee am Oberen Sudelfeld endet und die es ziemlich in sich hat aber dazu später mehr.

Start der Strecke war bei uns zu Hause in Niederndorf, von hier ging es über die 120 Jahre alte Holzbrücke an der alten Grenze nach Oberaudorf weiter und der Straße folgenden nach Agg und bei Behamgrub nach gerade mal 5 Kilometern in die erste ordentliche Steigung zur Hummelei hinein. Hier begrüßen einen bereits die ersten 15% Steigung, ein Glück dass diesem Stück eine kleine Erholungsphase folgt!

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erster Anstieg nach Behamgrub

Nach dem kleinen Örtchen Wall geht es die Tatzelwurmstraße immer leicht ansteigend weiter zum Tatzelwurm und anschließend biegen wir links auf die Straße zum Sudelfeld ein, dieser folgen wir für ca. einen Kilometer bevor wir links Richtung Rosengarten einbiegen.

Die ersten Meter sind noch recht gemütlich aber nach der Brücke über den Auerbach (toller Blick in die Schlucht) folgt ein knackiger Anstieg mit 16% Steigung der die nächsten 700 Meter auch nicht wirklich nach lässt. Direkt im Anschluß biegen wir rechts ab und erholen uns auf den 10 bis 12 Steigungsprozenten die da folgen ein wenig! 🙂

Bis zur Grafenherberg geht es jetzt etwas „gemütlicher“ weiter, an der Grafenherberg angekommen geht es links über einen Weiderost auf die schmale Straße zum Oberen Sudelfeld. Auch hier ist es wieder fast schon gewohnt steil mit teils 16% und nie wirklich weniger als 10% Steigung.

Abzweigung am Grafenberg
Abzweigung am Grafenberg

Ganz zum Schluß kommt aber noch die Krönung – der letzte Anstieg bearbeitet die Beine mit leckeren 19% Steigung und lässt den Wunsch nach weiteren Gängen hochkommen, irgendwie habe ich dem ungläubigen Blick eines mir entgegenkommenden Mountainbikers getrotzt und mich doch noch drüber retten können – der hatte definitiv die mir fehlenden Gänge!

Belohnt wurde ich durch dichte Nebelsuppe und nicht vorhandenen Ausblick auf den Wendelstein und die umgebenden Gipfel.

Entschädigung gab’s dann auf der Abfahrt vom Sudelfeld, die breite Straße zurück zum Tatzelwurm und weiter nach Brannenburg lässt das Radlerherz höher schlagen! Der kurze Tunnel ist etwas gewöhnungsbedürftig aber bergab in wenigen Sekunden durchquert. Dank der Mautgebühr ist hier gefühlt auch eine Spur weniger Verkehr.

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Der Blick von 12 auf 19% Steigung

Es wurden zwar an der einen oder anderen Stelle Querrillen auf die Straße aufgebracht, da die aber nicht einmal uns Radfahrern große Probleme bereiten, stelle ich mir die Frage welche Auswirkung sie auf Motorradfahrer haben sollen. Anhand der zahlreichen Marterl die den Straßenrand am Sudelfeld säumen kann man erahnen wie viele Tragödien sich hier Jahr für Jahr ereignen – Querrillen dürften da wenig Abhilfe bringen und auch die 60 Km/h Beschränkung scheint nicht zu fruchten. Ein totales Fahrverbot für Motorradfahrer wäre wohl das einzig wirksame Mittel, vermutlich nur eine Frage der Zeit bis es kommt.

Erst vergangene Woche trafen wir auf dem Weg zum Sudelfeld auf einen verunfalten Motorradfahrer, genau an der Abzweigung zum Rosengarten. Verkehrsbedingt sollte man das Sudelfeld am Wochenende eher meiden, trotz meines frühen Starts und mässigem Wetter hatte ich am Sonntag jede Menge Verkehr. Der erwähnte Unfall fand allerdings an einem Dienstag Nachmittag statt – so oder so treffen am Sudelfeld die Interessen der verschiedenen Verkehrsteilnehmer aufeinander und manch müder Wanderer schläft auf dem Heimweg schon ein wenig…

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Verkehrsunfall am Sudelfeld, leider kein seltener Anblick!

Über Flintsbach ging es dann zurück nach Niederndorf – ausnahmsweise hatte ich hier mal schönen Rückenwind, ein toller Abschluß für diese Tour!

Eckdaten der Tour:

  • 52 Kilometer
  • 1150 Höhenmeter
  • 1410 Meter – maximale Höhe
  • 500 Meter – Ausgangshöhe
  • 2:15 h – Fahrzeit

Und hier noch der Link zu den GPS-Daten

Ein kurzer Zeitraffervideo der Auffahrt habe ich auch noch anzubieten…:

Manfred

Leistungssport war noch nie so wirklich mein Ding! Sport muss mir in erster Linie Spaß machen und gut tun. Die Erfahrungen die ich in den letzten Jahren dabei gesammelt habe , möchte ich hier im Blog mit anderen teilen. Wandern, Radfahren, Langlaufen, Skifahren, Rodeln,... - leider hat der Tag nur 24 Stunden. :-)

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