Ein Wochenende in Südtirol – Sulden, Stilfserjoch, Martelltal, Ofenpass

Ein Wochenende in Südtirol – Sulden, Stilfserjoch, Martelltal, Ofenpass

Gomagoi/Stilfserjoch

Vorletzte Woche waren wir in Südtirol beim Bergtraining, bereits letztes Jahr haben wir dem Hotel Cristallo in Sulden einen Besuch abgestattet – der Ort Sulden liegt bereits auf 1900 Metern und eignet sich zum Höhenmeterfressen eigentlich ideal weil man nach jeder Tour noch zusätzliche 900 Höhenmeter für die Rückfahrt aus dem Tal (Prad) zum Hotel mit einplanen muss. Eigentlich sind die 9 Kilometer mit 900 Hm ja schon recht ordentlich! 🙂

Unsere erste Ausfahrt ging dann auch gleich auf’s Stilfserjoch – zum Einradeln starteten wir zu Mittag am Anreisetag gleich direkt in der Nähe von Gomagoi auf ca. 1250 m, von hier aus geht es über 19 Kilometer und gut 1500 Höhenmeter zum 2757 Meter hohen Stilfserjoch hinauf.

Ankunft am Stilfserjoch

Zur selben Zeit (12:00 Uhr) startete in Nauders das RATA – wohl eines der schwersten Rennen in den Alpen. Zeitgleich mit uns langsamen kam dann der erste Teilnehmer vom RATA Reto Schoch oben an, gut zwei Stunden von Nauders bis zum Stilfserjoch ist schon eine Ansage – allerdings musste er kurz darauf das Rennen beenden und ist nicht im Ziel angekommen.

Beim Anfeuern der Teilnehmer wurde uns dann schnell zu kalt, in 2700 Metern Höhe bei wenig Sonne und kräftigem Wind wird einem auch mit der besten Jacke schnell zu kalt. Nach der tollen Abfahrt ging es dann erst mal ins Hotel zum Checkin.

von Sulden ins Martelltal

Da am Samstag dem 21.6.2014 in Prad ein Traktor Treffen angesagt war und deren Ausfahrt auf das Stilfserjoch ging, haben wir uns entschieden am zweiten Tag dieses Gebiet möglichst zu meiden! Was sich als sehr weise heraus gestellt hat – liebe Radfahrerkollegen: meidet dieses Treffen wenn’s nur irgendwie geht!!!

Am späteren Vormittag ging es dann für uns erst mal an der bergwärts fahrenden Traktor-Karavane vorbei hinunter nach Prad und von dort Richtung Meran den Radweg entlang durch die wunderschönen Apfelhaine bis Laas um hier vom Radweg auf die Straße zu wechseln (bis Schlanders), leider ist der Radweg hier ein ganzes Stück nicht asphaltiert!

Jede Menge Äpfel

In Schlanders flüchteten wir dann vor dem Verkehr wieder auf den Radweg um bei Goldrain ins Martelltal abzubiegen. Bei brütend heißen Temperaturen ging es dann erst mal lange Zeit bergauf, im unteren Teil des Martelltals werden Erdbeeren angebaut und zu unserem Erstaunen konnten wir beim Vorbeifahren tatsächlich durch’s Einatmen die Erdbeeren richtig schmecken!

Kurz vor dem Zufrittstausee Staudamm im hinteren Teil des Tales fand eine Übung des DRK’s statt, wirklich toll wenn man als freiwilliger Helfer mit einer Übung in solch grandioser Gegend belohnt wird! 🙂

Abfahrt aus dem Martelltal

Für uns hieß es erst mal ein paar zusätzliche Höhenmeter über die steilen Serpentinen zum Staudamm hinauf zu sammeln, dafür gabs direkt im Anschluss eine recht angenehme wellige Fahrt am Stausee entlang bis zur nächsten Steigung deren Ende dann auch den Talschluß markiert. Übrigens der Zielort der 16. Etappe des heurigen Giros.

Die letzten Kehren sind ein echter Hingucker und machen richtig Spaß (beim Herunterfahren)! Also unbedingt noch dran hängen und nicht vorher bei den einladenden Gasthäusern Pause machen. 😉

auf dem Weg nach Sulden

Auf dem Rückweg wollten wir dann nicht noch einmal den Verkehr auf der am Samstag viel befahrenen Bundesstraße genießen, daher haben wir uns für den nicht asphaltierten Radweg entschieden. Auf ca. 3 Kilometer gehts dann immer wieder mit kurzen Rampen Bergauf bis Laas mit einem kurzen Zwischenstück Asphalt. Mit dem Rennrad kein wirklicher Spaß aber besser als der Verkehr auf der Bundesstraße und im Großen und Ganzen ein fahrbarer Weg.

Der finale Anstieg nach Sulden komplettierte unsere Tour dann noch auf 120 Kilometern mit 2800 Höhenmetern.

Stilfserjoch und Ofenpass

Für unsere dritte Tour hätten wir uns eigentlich die Nationalparkrunde vorgenommen, nach Atemproblemen am Stilfserjoch haben wir allerdings umdisponiert und die Abfahrt über den Umbrailpass (das Schotterstück wird mit jedem Jahr kürzer!) gewählt.

Wir starteten um 6 Uhr früh in Sulden – Philipp der Chef vom Hotel Cristallo (Roadbike Holidays Hotel) hat uns am Vorabend bereits ein super leckeres Frühstück mit auf’s Zimmer gegeben – so konnten wir nach einem wirklich frühen Frühstück gestärkt den Murmeltieren am Stilfserjoch entgegen Radeln.

Morgenstund am Stilfserjoch

So früh solltet ihr unbedingt mal rauf fahren, praktisch kein Verkehr, Natur pur und jede Menge Murmeltiere die so früh noch kreuz und quer über die Straße laufen und einen recht überrascht anschauen…

Im Tal angekommen ging es dann wieder etwas besser und somit fuhren wir noch auf den Ofenpass und anschließend zurück nach Prad und wieder zum Hotel hinauf nach Sulden.

Am Stilfserjoch

Die doch wesentlich kürzere Strecke (als geplant) hatte dann auf 112 Kilometern immerhin noch 3300 Höhenmeter – das war für uns unsere Tour mit den bisher meisten Höhenmetern. Mal sehen wo uns das heuer noch so hinführt…

Manfred

Leistungssport war noch nie so wirklich mein Ding! Sport muss mir in erster Linie Spaß machen und gut tun. Die Erfahrungen die ich in den letzten Jahren dabei gesammelt habe , möchte ich hier im Blog mit anderen teilen. Wandern, Radfahren, Langlaufen, Skifahren, Rodeln,... - leider hat der Tag nur 24 Stunden. :-)

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