Specialized Turbo Levo FSR Comp 6Fattie angetestet

Specialized Turbo Levo FSR Comp 6Fattie angetestet

specialized_levo_2016Vergangene Woche wurde mein Crosser auf Sommerbetrieb umgerüstet (dazu folgt noch ein Beitrag), damit ich nicht zu Fuß nach Hause gehen muss hat mir Radsport Stöger ein Specialized Turbo Levo FSR Comp 6 Fattie zum testen geliehen.

Aus diesem Grund habe ich meinen Heimweg gleich ein wenig verlängert und den Weg durch den Schanzer-Wald und hinauf auf die Aschinger-Alm gewählt, hier sollte doch was passendes für das Levo mit dabei sein! 🙂

Vorweg – ich gehöre sicher nicht zur Zielgruppe des Levo’s, ich quäle mich gerne mal den Berg rauf und habe mit verbockten Trails mehr Probleme als mir lieb ist! 😉

Auf den ersten Blick ist das Levo auf jeden Fall ein Hingucker, der vollintegrierte E-Motor sticht nicht so stark hervor wie die gängigen Modelle anderer Hersteller. Was sofort auffällt ist dass dem Levo ein Display fehlt, es gibt lediglich eine Batteriestandsanzeige mit einem integrierten Bedienelement für ein/aus und den Unterstüzungsmodus.

mission_control_app_fehlerDafür glänzt das Levo mit Bluetooth und ANT+ Support – heißt also ein Garmin Edge erkennt Trittfrequenz und Geschwindigkeitssensoren automatisch, ebenso sollten gängige APP’s damit ohne Probleme zurecht kommen. Bei mir hat leider auf meinem OnePlus One mit Cyanogen OS 13 (Andorid 6.0.1) die Mission Control APP von Specialized versagt und nach dem Registrieren den Geist aufgegeben.

Daher konnte ich deren Funktionen nicht weiter testen, scheinbar besteht dort aber die Möglichkeit mit dem Radumfang ein wenig zu spielen und somit die maximal erreichbare (unterstütze) Geschwindigkeit ein wenig zu erhöhen – bei gleichzeitigem verlust korrekter ANT+ Daten!

Wär aber eh nur Spielerei gewesen, für den eigentlichen Zweck für den das Levo gedacht ist sollte es auch mit 25 km/h (unterstützter) maximal Geschwindigkeit völlig ausreichen!

Auf dem Weg zum ersten Anstieg ging es schön flach durch den Schwanzerwald, mit meinem Hardtail fahre ich hier gewöhnlich um die 30 km/h – mit dem Levo wird es ab 25 etwas anstrengend, hier macht sich das Abriegeln des Motors und das etwas erhöhte Eigengewicht (ca. 20 kg) doch stark bemerkbar. Die vom Gesetzgeber gewählte Begrenzung auf 25 km/h für E-Bikes stelle ich persönlich stark in Frage – für manch gebrechlichen Pensionisten mag das OK sein, für einen halbwegs fitten Trailliebhaber (oder auch rüstigen Pensionisten) auf dem Weg zu seinem „Lieblingsberg“ mutiert die Anfahrt hier schon mal zur Geduldsprobe! Schwitzen oder gemütlich cruisen, entweder oder… 🙂

Sobald es aber auch nur leicht bergauf geht wird das Grinsen breiter, hier entfaltet der Motor seine Leistung  und so lange man nicht schneller als 25 km/h fährt ändert sich daran auch nichts.

Gewicht und Handling sind zwar etwas gewöhnungsbedürfte aber das Levo mit der 6Fattie Bereifung macht auf jeden Fall eine Menge Spaß, während der paar Stunden die ich damit am Berg unterwegs war konnte ich doch ein paar technische Stellen befahren bei denen ich gewöhnlich mein MTB geschultert habe. Allerdings büßt man jeden Fahrfehler der einem in steilem Gelände passiert gleich doppelt ein, ist ein Anfahren nicht mehr möglich so muss das volle Gewicht geschoben werden. Dieses Problem dürfte aber nach der ersten Woche am Levo Geschichte sein!