Mondsee Radmarathon 2013 – Wetterglück und schneller als letztes Jahr

Mondsee Radmarathon 2013 – Wetterglück und schneller als letztes Jahr

Vergangenes Wochenende fand in Mondsee der 5-Seen Radmarathon statt, Sibille und ich haben uns kurzfristig dazu entschieden ihn als Vorbereitung für den Engadin Radmarathon mit zu nehmen. Also haben wir uns wieder wie im letzten Jahr für die 80 Kilometer Runde angemeldet.

Im letzten Jahr hat Sibille mit dem Mondsee Radmarathon ihr RM-Debüt gefeiert und ist in ihrer Klasse mit einer Zeit von 2:21:46 17. geworden, das galt es dieses Jahr zu halten oder zu verbessern. 🙂

Noch am Samstag sah das Wetter nicht wirklich vielversprechend aus, am Sonntag Morgen regnete es noch als wir nach dem Aufstehen aus dem Fenster blickten – Mario’s Optimismus hat dann aber wohl die Wolken vertrieben, bis zum Start war alles trocken! Kurz/kurz wählten wir dann aber doch nicht, unsere Wahl fiel auf Bein- und Armverkleidung.

Vom Start weg lief es ähnlich wie ein Jahr zuvor, das ganze Feld sprintet los als gäb’s einen Kilometer weiter Freibier! Das ging genau bis zum ersten Hügel so, dort angelangt haben die meisten schon raus genommen. Wir haben das hohe Tempo vom Start nicht mitgefahren und sind konstant über den ersten Hügel drüber und mit unserem Tempo weiter – da die Mehrzahl nach dem ersten Hügel die Beine erst mal hoch genommen haben, begann für uns ab da das große Überholen.

Bis zur ersten Steigung ging das so weiter, dann habe ich erst mal Sibille vor gelassen damit sie ihr eigenes Tempo den Berg hoch fahren konnte. Das wird mit jedem Jahr besser, bald werde ich zusehen müssen dass ich nicht abgehängt werde! Kurz vor dem Erreichen der „Bergwertung“ hat uns dann Melanie eingeholt die wir im letzten September beim Eddy Merckx Classic in Salzburg ein Stück begleitet haben.

Ab hier waren wir quasi zu dritt und ich hab für beide versucht einen möglichst guten Windschatten zu machen. Am Wolfgangsee vorbei ging es richtig flott und immer mehr überholte reihten sich hinter uns ein, eigentlich lief das bis beinahe Bad Ischl so weiter. Gelegentlich kam auch ich zu etwas Windschatten, nach dem Bad Ischler Tunnel habe ich dann die Führung bis zur nächsten Steigung abgegeben um mich ein wenig zu erholen.

Die Labestation haben wir in diesem Jahr nicht besucht, bei 80 Kilometern ist das eigentlich auch nicht wirklich nötig – wir wollten ja die Zeit vom letzten Jahr verbessern. 😉

Der Anstieg ins Weißenbachtal auf halber Strecke lief in diesem Jahr schon viel besser, Sibille konnte recht gut mit halten und erst zum Ende verloren wir den Anschluß zu unserer Gruppe. Den konnten wir aber in der Abfahrt recht schnell wieder gut machen – drei schnelle Fahrer hatten sich von der Gruppe abgesetzt und so wirkte sie etwas führungslos und bummelte ein wenig dahin!

Bei Unterach musste Sibille noch einmal ordentlich die Zähne zusammen beißen, hier war die letzte wirklich nennenswerte Steigung. Da ich die Gruppe seit Weißenbach praktisch alleine angeführt hatte warteten alle auf Sibille, oder auf meinen Windschatten.

Von Au bis Scharfling durfte ich wieder das Tempo machen, in Scharfling holten wir dann die drei Ausreißer vom Weißenbachtal wieder ein – für mich wieder mal ein wenig Windschatten bis kurz nach Plomberg.

Bis kurz nach St. Lorenz hatte ich dann wieder die ganze Truppe hinter mir versammelt, je näher wir Mondsee kamen desto weiter nach vorne wollten jetzt auf einmal alle. 🙂

Nach so vielen Kilometern im Wind wollte ich jetzt aber auch nicht alle vor lassen, also hab ich noch mal etwas Tempo gemacht und mir ein gutes Polster für die Zieleinfahrt herausgefahren. Sibille ist vier Sekunden nach mir mit 2:16:56 ins Ziel gekommen und hat ihre Zeit vom letzten Jahr um gut 5 Minuten verbessert – was in ihrer Klasse den 4. Rang bedeutet!

Super fand ich dass Melanie bei der Zieleinfahrt Sibille den Vortritt gelassen hat uns sich damit auf ihre Weise für die lange Windschattenfahrt bedankt hat – das nenn ich Sportsgeist!

Leider wurden beim Mondsee RM keine Lenkernummern verteilt sondern zwei Aufkleber für den Helm, damit sollte die Zuordnung zwischen Teilnehmer und Fotos erfolgen – was aufgrund der Größe der Nummern wohl nicht ganz geklappt hat.

Von der Kleinigkeit abgesehen war es ein perfekt organisierter Radmarathon der wieder richtig Spaß gemacht hat!

Manfred

Leistungssport war noch nie so wirklich mein Ding! Sport muss mir in erster Linie Spaß machen und gut tun. Die Erfahrungen die ich in den letzten Jahren dabei gesammelt habe , möchte ich hier im Blog mit anderen teilen. Wandern, Radfahren, Langlaufen, Skifahren, Rodeln,... - leider hat der Tag nur 24 Stunden. :-)

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