Garmin Edge 810 – ein leider zu kurzer Test

Garmin Edge 810 – ein leider zu kurzer Test

In den vergangenen 10 Tagen hatte ich die Möglichkeit den neuen Garmin Edge 810  ein wenig zu testen.

Leider hat das Wetter in den letzten beiden Wochen nicht so ganz mitgespielt, ein Winterjackentest wäre wohl besser angebracht gewesen. 😉

Gut 240 Kilometer mit dem Rennrad und Mountainbike bei Regen, Schneefall und ein wenig Sonnenschein wurden es dann aber doch noch.

Ich besitze bereits einen Garmin Edge 800 und bin damit seit gut zwei Jahren eigentlich sehr glücklich, bei meinem Test lag der Augenmerk vor allem auf den Änderungen zum 800’er Modell – lohnt sich ein Umstieg, muss man umsteigen oder kann man auch ohne die neuen Funktionen glücklich werden/bleiben?

Eines vorweg – könnte ich meinen 800’er gegen geringen Aufpreis in einen 810’er umwandeln würde ich es sofort tun!

Den Edge 810 kann man jetzt per Bluetooth direkt mit der Garmin Connect App am  Mobiltelefon verbinden, damit kann man die gerade gefahrene Strecke live ins Internet übertragen und die Daten Freunden zur Verfügung stellen.

Bei guter Handy-Verbindung klappt das wunderbar, der per E-Mail eingeladene Freund kann dann live verfolgen wo man gerade fährt, wie schnell, wie lange, überwundene Höhenmeter , Pulswerte, Trittfrequenz und Pace. Ideal für die Live-Überwachung eines Trainers! 🙂

Am Ende einer Live-Übertagung wandert die Strecke dann gleich zu Garmin Connect ins Internet und kann dort dann auf der eigenen Seite abgerufen werden, je nach Einstellung auch von Freunden oder der Allgemeinheit.

Ganz ähnlich wie mit der App Endomondo und einem ANT+ fähigen Handy (z.B. Sony Xperia Active) bzw. einem ANT+ Adapter.

Die Informationen die man bei Garmin Connect von seinen gefahrenen Strecken erhält sind sehr umfangreich, hier am Beispiel vom Amade Radmarathon in Radstadt den ich zusammen mit Sibille absolviert habe.

Zusätzlich zur Analyse bietet Garmin Connect auch noch die Möglichkeit Trainingspläne und Strecken zu erstellen. Wer eine ANT+ kompatible Waage besitzt bekommt sogar diese Wert angezeigt.

Die Funktionen von Garmin Connect sind allerdings auch uneingeschränkt mit dem Edge 800 erhältlich, lediglich die Live-Übetragung fällt weg.

Wesentlich mehr hat sich beim Edge 810 allerdings bei der Bedienung getan! Das beginnt schon bei der Einstiegsseite – hier kann man direkt zwischen den verschiedenen Rad-Profilen umschalten (z.B. Rennrad, MTB) oder die Art der Aktivität einstellen (z.B. Training, Rennen). Wobei beim Wechsel der Art der Aktivität auch gleich die angezeigten Seiten je nach gewünschter Einstellung angepasst werden – z.B. während des Rennens sollen die Kilometer bis zum Ziel angezeigt werden, im Training soll an gleicher Stelle die aktuelle Temperatur stehen.

Über die drei kleinen Symbole im unteren Bereich der Anzeige kommt man zu den Protokollen, Strecken und Trainings, mit dem mittleren Symbol zur Karte (POI, Standorte, Städte, usw.) und rechts das Symbol um ins Einstellungsmenü zu kommen.

Die Einstellmöglichkeiten wurden beim Edge 810 um einige Punkte erweitert, im Detail darauf einzugehen würde jetzt den Rahmen deutlich sprengen – es findet sich auf jeden Fall alles was der 800’er bereits gekonnt hat und noch vieles mehr.

Für mich ein wichtiger Punkt ist dass man jetzt für die gewählte Aktivität individuell einstellen kann welche Seiten man angezeigt haben will, so kann man sich für das Training mit Freunden andere Informationen am Display angezeigen lassen als für das Training alleine oder für den Rennbetrieb.

Auch die Alarme kann man sehr individuell einstellen – nach Zeit, Distanz, Kalorie, Herzfrequenz, Trittfrequenz und Leistung (einen Herzfrequenz-, Trittfrequenz und Leistungsmesser vorausgesetzt).

Das Protkoll einer Runde sieht auch sehr umfangreich aus, zusätzlich zu den Vital- und Streckendaten gibt es auch noch eine Kartenübersicht mit der gefahrenen Strecke, das Höhenprofil und die Details zu eventuellen Runden.

Sehr schön ist an dieser Stelle dass man direkt aus dem Protokoll eine gefahrene Strecke abspeichern und zur weiteren Verwendung am Edge 810 sichern kann. Beim 800’er gab es diese Möglichkeit im Protokoll nicht mehr, hier musste man den Umweg über den PC gehen.

Mangels passender Karten am Gerät konnte ich leider die aktive Navigation nicht testen, mit aktiver Navigation ist in diesem Fall gemeint dass der Edge 810 scheinbar abhängig vom gewählten Untersatz passende Straßen wählt. Also für das MTB durchaus eine Route über Schotterpisten und beim Rennrad entsprechend nur asphaltierte Wege.

Da ich aber meist auf die Karten von OpenStreetMap oder OpenMTBMap setze kann ich dies auch direkt durch die Wahl der passende Karte beeinflussen.

Mit knapp 500 Euro erscheint mir der Preis im Vergleich zur Konkurrenz und dem Edge 800 allerdings etwas übertrieben, wer auf die Live Funktion verzichten kann der dürfte mit dem ca. 350 Euro teuren Edge 800 auch sehr zufrieden sein! (jeweils Paket mit Herzfrequenz und Trittfrequenzmesser) Da für die Live Funktion sowieso ein Handy nötig ist kann man als Alternative durchaus Endomondo in Betracht ziehen, zur Verfolgung reicht es völlig ohne ANT fehlen halt Daten wie Ttritt- und Herzfrequenz.

Mal abwarten wo der Preis in einem halben Jahr liegt – meine Schmerzgrenze bei einem Gerät mit diesem Funktionsumfang liegt bei 400 Euro.

Manfred

Leistungssport war noch nie so wirklich mein Ding! Sport muss mir in erster Linie Spaß machen und gut tun. Die Erfahrungen die ich in den letzten Jahren dabei gesammelt habe , möchte ich hier im Blog mit anderen teilen. Wandern, Radfahren, Langlaufen, Skifahren, Rodeln,... - leider hat der Tag nur 24 Stunden. :-)

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