Garmin Vivoactive – im Kurztest, da fehlt nicht viel!

Garmin Vivoactive – im Kurztest, da fehlt nicht viel!

Garmin Vivoactive Uhrzeit und Datum
Uhrzeit und Datum gut leserlich

Die verschiedenen Smartwatches die derzeit am Markt erhältlich sind bieten zum Teil schon recht viel, sind aber für Sportler nicht wirklich der Bringer. Mit der Vivoactive kommt Garmin aus der anderen Ecke und liefert eine brauchbare Smartwatch ab, die aber eigentlich eine Sportuhr ist.

Nicht zuletzt der attraktive Preis der Garmin Vivoactive macht das Ding so interessant, derzeit liegt der Straßenpreis bei knapp über 200 Euro inkl. Herzfrequenzmessung via Brustgurt. Aber passt hier auch die Leistung zum Preis?

Bevor ich darauf näher eingehe erst ein Blick auf die umfangreichen Features, wie man von Garmin erwartet bietet die Vivoactive natürlich GPS/GlonassLaufen, Radfahren, Wandern aber auch Schwimmen kann damit aufgezeichnet werden und das in gewohnt guter Genauigkeit. Die zurückgelegten Strecken werden also genau aufgezeichnet und nicht wie zum Teil bei anderen Fitnessuhren über einen Beschleunigungssensor geschätzt/berechnet.

Garmin Vivoactive Schrittzahl und Ziel
Aktuelle Schrittzahl und Ziel immer im Blick

Für manchen Golfer dürfte auch die Golf-Tracking Funktion interessant sein, mit ihr kann man GPS gestützt über 38.000 in Garmins Datenbank gespeicherten Golfplätzen spielen. Mangels Talent in Sachen runder Bälle kann ich auf diese Funktion leider nicht näher eingehen.

Mit der Vivoactive schafft es Garmin aber nicht nur GPS gestützt vernünftig zu tracken sondern bietet auch die Möglichkeit auf das GPS Tracking zu verzichten und somit alle Sportarten auch Indoor auszuüben und die Trainingseinheiten zu erfassen. Gerade im Winter/Fitnessstudio eine recht praktische Geschichte – vor allem weil sich alles ohne großes Rumgefummle direkt am Display selektieren lässt.

Auf die Smartphone Funktionen möchte ich nicht näher eingehen, im Grunde kann man sich die wichtigsten Nachrichten die am Smartphone aufpoppen direkt am Handgelenk anzeigen lassen. Unterstützt werden IOS und Android. Zusätzlich kann man noch von Garmin weitere Plugins laden oder wer viel Zeit hat wohl auch selbst welche Programmieren.

Der Vivoactive ist natürlich auch wasserdicht (bis 50 Meter) und kann somit auch nach dem Sport mit in die Dusche genommen werden.

Garmin Vivoactive Inhalt
Packungsinhalt der Garmin Vivoactiv HRM

ANT+ Sensoren werden unterstützt, man kann also sofort auf eventuell vorhandene Trittfrequenz und Geschwindigkeitssensoren von Garmin zugreifen – auch die Steuerung der Virb Videokamera von Garmin klappt direkt von der Vivoactive aus.

Mit nur 38 Gramm ist die Vivoactive eine wirklich leichte Uhr und ihr zwar recht eckiges Design trägt am Handgelenk nicht wirklich groß auf, ich würde sie als unauffällig und tragbar bezeichnen. Die Dicke von 8 mm ist für eine Smartwatch angenehm dünn, als nicht Uhren träger hat sie mich allerdings in der Nacht doch ein wenig gestört – ein Lederarmband statt dem Gummiarmband könnte hier eventuell besser sein (Zubehör).

Das LCD Touch-Display mit 205 x 148 Pixel haut jetzt niemanden wirklich von den Socken und reicht für den Sportlichen Teil gerade so aus – als Smartwatch dürfte es mehr bieten. Allerdings spart das natürlich wieder Strom und verhilft der Vivoactive zu einer längeren Laufzeit. Etwas heller könnte das Display durchaus sein, für ganz dunkle Umgebungen und nachts gibt es eine Hintergrundbeleuchtung.

Garmin Vivoactive Waschanleitung
Nach 7-Mal tragen in die Waschmaschine – gut zu wissen!

Die Anzeige kann nach belieben verändert werden, ähnlich wie beim Edge kann man verschiedene Screens aktivieren und die angezeigten Daten fast nach belieben einstellen.

Beim Schlaftracking könnte sich Garmin durchaus bei anderen Anbietern noch was ab schauen, der bei mir getrackte Schlaf entsprach selten wirklich der Realität. Eine gemütliche Runde auf der Wohnzimmercouch vor dem Fernsteher wurde meist als Schlaf getrackt, auch wenn man dabei manchmal besser das Hirn ausschalten sollte – geschlafen habe ich nicht! 😉

Die Aufbearbeitung der getrackten Daten auf der Garmin Connect Homepage lässt kaum mehr Wünsche offen, hier wird man eher mit Features erschlagen als dass eines fehlen würde! Die Einstellungen der persönlichen Daten sowie der Ziele kann man auch über die Connect Webseite machen, verbindet man die Vivoactive nicht mit einem Smartphone und einem Garmin Connect Konto kann man sie eigentlich kaum sinnvoll nutzen.

garmin_vivoactive_connect
Jede Menge Infos und Funktionen im Garmin Connect Portal

Aber bereits die App von Garmin bietet am Telefon jede Menge nützlicher Funktionen und Diagramme, während des zweiwöchigen Testzeitraumes gab es mehrere Updates der App – entweder sie wird rege weiterentwickelt, oder es werden immer mehr externe Sensoren integriert die ein Update der App erfordern. Bei einem der ersten Updates änderte sich die Optik der App allerdings gravierend.

Laut Garmin hält die Vivoactive 10 Stunden bei GPS Nutzung durch und ohne GPS bis zu 3 Wochen – zweiteres konnte ich leider nicht testen, aber die 10 Stunden sind durchaus realistisch. Über 8 Stunden sollte man auf jeden Fall kommen, alles weitere hängt davon ab wie gut der Empfang vom GPS Signal ist und wie oft man die Hintergrundbeleuchtung einschaltet oder andere Funktionen der Uhr nutzt. Bluetooth sollte man nach Möglichkeit abschalten wenn man es nicht wirklich braucht, das spart einiges an Batterie!

Eine nette Funktion beim Schrittzähler ist dass das Ziel dynamisch ist und sich nach oben und unten automatisch anpasst, wer also immer mehr geht bekommt automatisch höhere Ziele eingerichtet.

Garmin Vivoactive Sportprogramm wählen
Direktauswahl der verschiedenen Sportmodi – „In Geb.“ steht für im Gebäude und bedeutet ohne GPS.

Das GPS Signal wird von der Vivoactive sehr schnell gefunden – meist in 20 bis 30 Sekunden oder schneller. Beim direkten Vergleich mit meinem Garmin Edge 800 lag die Vivoactive immer vorne. Einzig der barometrische Höhenmesser fehlt der Uhr, daher sind die Höhendaten immer mit ein wenig Vorsicht zu genießen – meist liegen sie bis zu 10% daneben.

Der Schwimmsensor funktioniert nur im Hallenbad mit eingegebener Beckengröße wirklich zuverlässig. Diese kann von 17 Meter bis 150 Meter variieren und es werden Standardgrößen zur Schnellauswahl angeboten. Es werden auch die Züge gezählt und ausgewertet, aus meiner Sicht auf jeden Fall brauchbar – aber ich bin kein großer Schwimmer…

Fazit: Preis/Leistung sind bei der Garmin Vivoactiv auf jeden Fall top, auf meiner Wunschliste würde eigentlich nur noch ein integrierter Pulsmesser stehen! Aktuell wäre damit die Uhr allerdings wieder zu dick und klobig, das wird der Fortschritt in den nächsten Jahren aber sicher ändern. Derzeit ist für mich die Vivoactive eine der besten Sportuhren mit Smartwatch Funktionen, wer weniger Wert auf den Smartwatch Anteil legt für den ist sie auf jeden Fall ein Kauftipp.

garmin_vivoactive_app-beispiel
Beispielseiten der Garmin Vivoactive App

Manfred

Leistungssport war noch nie so wirklich mein Ding! Sport muss mir in erster Linie Spaß machen und gut tun. Die Erfahrungen die ich in den letzten Jahren dabei gesammelt habe , möchte ich hier im Blog mit anderen teilen. Wandern, Radfahren, Langlaufen, Skifahren, Rodeln,... - leider hat der Tag nur 24 Stunden. :-)

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